Autorin: Anja Mohr
Bilder: pixabay.com / Anja Mohr

Vor allem der Frühling und Herbst sind von einigen regnerischen Tagen geprägt, das Regenwasser kommt herunter gefallen und versickert im Boden. Doch dieses nasse Geschenk der Natur, könnte uns mit den richtigen Tricks ein wahrer Helfer des Alltages sein!


Info

  • Kinder: 4-6 Kinder
  • Alter: ab 4,5 Jahren
  • Zeit: 1 Stunde

Material:

Je Kind:

  • Trichter
  • leere, saubere Plastikflasche
  • Messlöffel (Kaffee)

Zusätzlich:

  • Filtertüten
  • 6-8 Gläser

1. Regenwasser entdecken & filtern


Los geht’s:

Vorbereitung:
Nutzen Sie die Möglichkeit, nach einem Regenschauer, sich das Wasser in den entstandenen Pfützen einmal genauer anzuschauen. Statten Sie die Kinder mit leeren sauberen Plastikflaschen, einem Trichter und den Löffeln zum Abmessen einer Kaffeemenge aus. Die Kinder erhalten die Aufgabe ihre Flaschen mit Wasser aus der Pfütze zu füllen.

Durchführung:

Kommen Sie mit den Kindern an einem Tisch zusammen, diese bringen ihre Flaschen mit Regenwasser mit. Alle schauen sich das Wasser in den Flaschen an. Wie sieht es aus? Stellen Sie zum Vergleich eine Flasche mit Leitungswasser daneben. Die Kinder erkennen den Unterschied und beschreiben diesen. Dabei treffen sie Aussagen, wie das Wasser ist, beispielsweise trüb, darin schwimmt Schmutz oder es ist braun. Fragen Sie: „Wie könnte das Wasser sauberer werden?“ Sammeln Sie Ideen.
Dann nehmen Sie die Filtertüte dazu und geben diese in einen Trichter. Die Kinder leeren aus einer Flasche ein bisschen Wasser in ein Glas. Das restliche Wasser wird durch die Filtertüte gefiltert. Die beiden Gläser werden nebeneinander gestellt. Hat sich das Wasser verändert? Die Kinder werden feststellen, dass es sauberer geworden ist. Führen Sie noch mehrere Filtergänge durch und vergleichen Sie das Wasser immer wieder.
Die Kinder stellen zum Schluss fest, dass Regenwasser durch das Filtern sauberer, aber nicht so klar wie das Leitungswasser wird. Trinkbar ist dieses Wasser nicht.



Tipp: Schütten Sie das Wasser anschließend nicht einfach weg, sondern verwenden es beispielsweise zum Blumen gießen.


2. Regenwasser – Helfer des Alltages

 Wasser ist ein hohes Gut, der Mensch verbraucht circa 122 Liter am Tag von ihm. Dieser Wasserbedarf muss aber nicht immer von Leitungswasser abgedeckt, sondern kann in vielen Fällen von gereinigtem Regenwasser ersetzt werden. Verdeutlichen Sie den Kindern in diesem Beitrag, dass Regenwasser zum Wohle unserer Umwelt eine gute Alternative darstellt.

Material:

  • Kochtopf
  • Plastikflasche
  • kleine Kiesel und Sand
  • Holzkohle, fein gemahlen
  • Blätter, sauber
  • Schere

 Als erstes wird der Boden der Plastikflasche herausgeschnitten. Dann wird mit der Schere ein Loch in den Schraubdeckel der Flasche gebohrt.

Anschließend kann die Flasche mit den Filtermaterialien gefüllt werden. Als erstes kommt etwas Holzkohle hinein, die Krankheitserreger herausfiltert. Darauf folgen abwechselnd Blätter, Sand und Kiesel, damit die Schichten getrennt bleiben. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Schichten ungefähr gleich geschichtet sind. Dann kann das Wasser, welches die Kinder bereits mehrfach gefiltert haben, chemisch gefiltert werden.

Dieses gefilterte Wasser anschließend mindestens sieben Minuten lang kochen, damit Keime und Bakterien abgetötet werden. Dann ist es vielseitig im Kita-Alltag einsetzbar.

Folgend einige Anregungen, wie gereinigtes Regenwasser anstelle von Leitungswasser eingesetzt werden kann:

  • Abspülen nach dem Toilettengang mit gereinigtem Regenwasser: Hierfür einfach einen kleinen Eimer neben die Toilette der Kinder stellen und den Inhalt nach dem Toilettengang in die Toilettenschüssel schütten. Dies könnte ein zusätzlicher Anreiz zum ‚Trockenwerden‘ darstellen.
  • Das gereinigte Regenwasser eignet sich zusätzlich gut für Kreativaktionen, beispielsweise beim Wasserfarben malen oder Seifenblasen herstellen.


Lust auf mehr nachhaltige Umweltschutz-Ideen? Dann schaut mal in unsere Praxismappe "Umweltschützer und Einkaufsexperten"!